Alte Gaardener Gilde von 1738 e.V.

Die Jahre danach



Die Alte Gaardener Gilde ist den Idealen, die bei ihrer Gründung als Brandgilde Pate standen, stets treu geblieben. »Einer für alle, alle für einen!« Dieser Wahlspruch ist bester Ausdruck für die Pflege eines echten bürgerlichen Gemeinsinns, und dieser Geist beflügelt auch weiterhin die traditionsreiche Gilde. Der Vorstand arbeitete reichhaltige Programme, in denen kulturelle Veranstaltungen einen breiten Rahmen einnehmen, aus. das Tarining der Sportschützen verlagerte sich auf jeden zweiten Dienstag und fand in »Kleinkes Restaurant« im Kirchenweg statt. Die Abende waren sehr gut besucht und das Trainig zahlte sich aus. 1966 nahm die Schießabteilung mit sechs Mannschaften an den Rundenwettkämpfen teil, davon die


Alters-Damen in der Bundesliga 
Junioren in der Bezirksklasse 
Schützen 1. Mannschaft in der Bezirksklasse 
Schützen 2. Mannschaft in der Kreisklasse 
Damen in der Kreisklasse 
Alters-Schützen in der Kreisklasse 

An Pokalen wurden im Laufe des Jahres ausgeschossen:


1. Albert-Hof-Pokal Jahresbester 
2. Wilhelm-Stahl-Pokal 2. Jahresbester 
3. Franz-Einfeldt-Pokal Jahresbester der Jugend 
4. William-Bode-Pokal  
5. Carl-Peers-Pokal  
6. Günter-Henkel-Pokal  
7. Jugendpokal  

48 Leistungsnadeln sind verliehen worden, davon dreimal die große goldene Leistungsnadel des Deutschen Schützenbundes.

Ein interessantes Schießen war auch das Schießen um den sogenannten »Goldeimerpokal«, der mit dem befreundeten Gaardener Verein von 1870 ausgetragen wurde. Dieser Pokal, eine Mini-Nachbildung eines »Goldeimers«, der vom Gaardener Verein hergestellt und der in jedem Jahr auf deren Sommerfesttagen ausgeschossen wurde, ging 1966 in den Besitz des Gaardener Vereins über. Er wurde, nachdem die Stadt Kiel auch in Gaarden die Vollkanalisation fertiggestellt und damit die seinerzeit gestellten Bedingungen erfüllt hatte, von Abordnungen beider Vereinigungen in feierlicher Form dem Oberbürgermeister im Rathaus überreicht.

 

Das Jahr 1967 begann für die Gilde mit einer großen Überraschung. Auf der Jahreshauptversammlung legte Oberst Arnold Reimer aus gesundheitlichen Gründen nach über zehnjähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender sein Amt nieder. Als seinen Nachfolger schlug er den bisherigen Major und 2. Vorsitzenden Willi Schäfer vor, der dann auch einstimmig als Oberst gewählt wurde. Zu seinem Stellvertreter wurde ebenfalls einstimmig der Chef des Protokolls, Heinz Beetz, gewählt. Leider mußte auch der Schatzmeister Dieter Mantzel, der beruflich nach Oldenburg ging, seinen Posten zur Verfügung stellen. Das Amt übernahm ein noch junger Gildebruder, Jochen Weber. Den aus seinem Amt ausscheidenden Arnold G. Reimer ernannte die Gilde zum Ehrenoberst. Unter seiner Leitung hatte die Gilde einen beachtlichen Aufschwung erfahren und nahm im Kreisschützenverband einen ihrer aktiven Tätigkeit gebührenden Platz ein. Arnold G. Reimer trat 1919 in die Gilde ein und schon in jungen Jahren war er aktiv tätig. Besonders in der Leitung des Festausschusses zur 200-Jahr-Feier im Jahre 1938. Als 1948 die Gilde zu neuem Leben erwachte und tätig sein durfte, war er als einer der ersten zur Stelle, um aktiv mitzuwirken. Seine größte Ehre war es, als er 1950 König der Gilde wurde. Zu seinen besonderen Verdiensten gehören die Fahnenweihe in der »Karlsburg«, die Erstellung des Gildeehrenmals, zusammen mit Ex-König Karl Petersen, und nicht zuletzt sein unermüdlicher Einsatz, zusammen mit Kurt Schreiber, dem damaligen 1. Vorsitzenden des Gaardener Vereins, und unserer Stadträtin Ida Hinz um die Zurverfügungstellung und Herrichtung unseres jetzigen Festplatzes »Am Mühlenbach«. Am 31. Januar 1954 war Arnold Major geworden und am 30. Januar 1955 löste er Arthur Scharfenberg als Oberst ab. Die Kieler Nachrichten schrieben am 10. Januar 1967 unter der Überschrift: »Arnold Reimer wurde Ehrenoberst« u. a.:

 

Reimer, dessen Familie seit über 100 Jahren der Gaardener Gilde aktiv verbunden ist, (auch sein 1948 verstorbener Vater war von 1920 bis 1932 Oberst und dann Ehrenoberst), hat sich durch seine Tätigkeit dauernde Anerkennung gesichert. Die Gildebrüder ernannten ihn zu ihrem Ehrenoberst.


Weiter zu "Fahnenweihe 1971"